Marilyn Monroe und ihre Musik


"Ich versuche, eine Künstlerin
und ehrlich und echt zu sein."

Dieses Bekenntnis Marilyn Monroes ist nur wenig in die Öffentlichkeit gedrungen, dabei ist die Echtheit der Künstlerin Marilyn sehr eindeutig, sehr klar, und diese Echtheit spricht aus ihrer Stimme, deren Nuancen und Facetten sich nur bedingt im Wort ausdrücken lassen.

In dem Bewußtsein, daß Marilyn als Frau, als Schauspielerin und als Sängerin immer ein Stück Geheimnis bleiben wird, möchte die folgende Untersuchung einige ausgewählte Musiken aus ihren Filmen näher betrachten. Hierbei geht es weder um dramaturgische Erklärungen noch (oder nur sehr am Rande) um musiktheoretische Analysen. Auf verspielt-heitere, aber auch hintergründig-philosophische, in jedem Fall aber verbindliche Art ist dies ein Versuch, jeweils das Charakteristische an Marilyns Beziehung zur Musik aufzuzeigen.

Die Auswahl der Filme zeigt Marilyns Wandlungsfähigkeit, repräsentiert - schlagwortartig ausgedrückt - das Dämonische (Niagara), das Artifizielle (Gentlemen Prefer Blondes), das Dramatische (River of No Return), das Naive (The Seven Year Itch), das Romantische (Bus Stop), das Ironische (The Prince and the Showgirl), das Kapriziöse (Some Like it Hot), das Tänzerische (Let's Make Love), das Seriöse (The Misfits), das Apollinische (Something's Got to Give, vgl. S. 111), und hinter der Gestaltung einer jeden Rolle wird Marilyn als sie selbst unverkennbar transparent. Ein arbeitstechnischer Aspekt sei erwähnt. Trotz der Fülle, ja Schwemme von Marilyn-Monroe-Literatur sind die Songs nur bedingt, die Partituren der Filmmusiken überhaupt nicht erhältlich. Die Noten, die ich bekommen konnte, sind im Anhang aufgelistet, und nach ihnen habe ich zitiert. Alle anderen Notenbeispiele habe ich von Videos und CDs abgehört und notiert. Sollten sich hierbei kleinere Fehler ergeben haben, so bitte ich, mir diese nachzusehen.

Verlag Florian Noetzel, 1998
ISBN-10: 3-7959-0722-5
ISBN-13: 978-3795907228